Archiv für September 2007

Was war, was wird…

Sonntag, 30. September 2007

… oder so ähnlich. Der Titel der monatlichen Kolumne des Heise-Newstickers finde ich auch für diesen Blog passend, und so klaue ich mir den einfach mal.

Viele Fragen mich wie das so ist, im Wohnmobil leben, viele haben mich im Vorfeld schon gebeten mal aufzuschreiben, was man beachten muss und was einem widerfahren kann, und so schreibe ich ab sofort am Ende eines jedes Monates ein Resümee über die Geschehnisse und das, was Gleichgesinnte interessieren könnte.

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Freiburg

Sonntag, 30. September 2007

In Freiburg verbringen wir zwei Nächte auf dem dortigen Wohnmobilstellplatz. Für 6 EUR pro Nacht bekommt man einen schönen ruhigen Platz mit Brötchenservice, Strom kostet 2 EUR extra. Der Platzbetreiber ist Selbstausbauer und hat den Platz seit zwei Jahren gepachtet. Wer mag geht einfach mal hin und läßt sich von den Startschwierigkeiten berichten, sehr unterhaltsam erzählt zu bekommen, was hier früher abgegangen sein muss.

Freiburg präsentiert sich im Stadtkern mit sehr schön erhaltenen Strassen und Häusern, was mir auffällt ist dass überdurchschnittlich viel Müll rumliegt und die Stadtreinigung anscheinend nicht besonders gut funktioniert. Vieles wirkt auf uns etwas usselig und verwahrlost, mit nur wenig Aufwand könnte man hier Abhilfe schaffen.

Link: http://www.stellplatz-freiburg.de

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Stellplatz, nach links nochmal so groß, nach rechts zweimal so groß, Platz für ca. 100 Mobile gibts hier.

Der Stellplatzbetreiber hat übrigens einen MB 614D Vario mit Kögel-Aufbau, den er verkaufen will, interessierte können von mir noch Details zum Ausbau erfahren, oder einfach selbst den Betreiber ansprechen.

Europapark – alles anders!

Samstag, 29. September 2007

Morgens wieder ab in den Park und schon im Eingangsbereich wird klar, nichts ist wie es war. Wiederrum perfekt bis ins Detail erleben wir einen völlig veränderten Europapark. Übersät mit Kürbissen, Skeletten, Spinnweben und weiteren Dekorationselementen kommen wir uns vor wie in einem Gruselkabinett. Auch in den Höhlenbahnen haben die bewegten und sprechenden Figuren in der Kulisse auf einmal andere Texte, und da wir gestern schon fast alle Fahrgeschäfte geschafft haben, können wir uns alles nochmal in Ruhe anschauen.
Übrigens ist das Wetter heute viel besser aber der Park heute ungleich voller gewesen, am Wochenende also nicht unbedingt zu empfehlen, es sei denn man hat viel Geduld. Die Wartezonen vor den Fahrgeschäften waren nicht besonders voll, aber trotzdem gab es teilweise bis zu 40min Wartezeit. Ich will nicht wissen was hier los ist wenn es in den Ferien mal wirklich voll ist, dann machts glaube ich keinen Spass mehr.

Durch das schöne Wetter können wir aber im Pulli ohne Jacken rumlaufen, und Annes Erkältung kommt zum Glück nicht richtig durch, Abends ist sie wieder „gesund“ 🙂

Fotos:
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Europapark

Freitag, 28. September 2007

Nach einer ruhigen Nacht haben wir uns gegen halb 9 morgens zum Park begeben und das Wohnmobil auf den dortigen Stellplatz geparkt. 23 EUR pro 24 Stunden werden hier abverlangt, unterteilt in einen günstigen Tagtarif und einen teuren Nachttarif. Da hier Strom und Benutzung der sanitären Anlagen inclusive ist, werden wir das Angebot für zwei Tage und eine Nacht nutzen und die Batterien wieder vollmachen.
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Die erste nächtliche Störung

Donnerstag, 27. September 2007

Gestern Abend sind wir mit beginnendem Regen in Rust beim Europapark eingetroffen, eigentlich hatte wir vor den Park für zwei Tage zu besuchen, nämlich heute und morgen. Daraus ist aber nix geworden weil wir uns den Park im stromenden Regen nicht geben wollten und Anne angefangen hat zu kränkeln, der Regen hätte ihr wahrscheinlich erst recht nicht gut getan. Alle umliegenden Bundesländer haben noch keine Schulfereien, aber am Wochenende wollten wir uns den Park auch lieber sparen, so gings aber nun eben mal nicht anders, also Parkbesuch verschoben auf Freitag und Samstag.

Heute nacht haben wir dann im Bereich des Parkes übernachtet, jedoch etwas abgelegen vor einem Sportplatz, der mit dem Park an sich nichts zu tun hat. Trotzdem meinte ein eifriger Wachmann des Parks gegen halb 2 nachts uns wild von allen Seiten vor das Wohnmobil trommelnd verscheuchen zu wollen. Wir haben uns nicht weiter stören lassen und so ist er wieder abgezogen. Sein Ziel hat er aber indirekt erreicht, nächste Nacht werden wir woanders stehen. Und ganz sicher nicht auf dem teuren Stellplatzes des Parkes, dort haben wir maximal eine Übernachtung eingeplant.
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Déjà vu?

Mittwoch, 26. September 2007

Naja nicht ganz – aber diese Tour gabs in etwas anderer und längerer Form vor ca. 3-4 Wochen schonmal: Seit wir Montag Abend losgefahren sind haben wir Annes Verwandte in Kirchheimbolanden besucht, sind bei May und Charly auf einen Kaffee vorbeigefahren und haben bei Sven Material getauscht – ich hatte in Bochum einen Mittelsitz für seine Sparkasse abgeholt und er hat eine Wasserstandheizung für mich, sehr schön! Nun kanns wieder ans Basteln gehen, ist ja nicht so dass ich noch Huphörner, neue Sitze und ein neues Bad einzubauen hätte. Aber sonst wäre es auch langweilig 🙂

Passiert ist nicht viel, auch Fotos gibts mal wieder keine, und heute Abend gehts Richtung Freiburg. Mehr dazu später an dieser Stelle, habt bitte Verständnis dafür, dass ich im Vorfeld nicht preisgebe wo wir die nächsten Nächte stehen werden.

Achja, was ich nicht empfehlen kann sind Die Stellplätze in Koblenz am Rhein an den alten Panzerrampen, speziell die am stillgelegten Kernkraftwerk in Weissenthurm. Auch wenn hier oft Wohnmobile stehen sollen, diese Rampe ist nix für Leute mit leichtem Schlaf. Während bei unserem ersten Besuch hier ein Bagger dicke Steine auf ein Schiff schaufelte, fing bei unserer Übernachtung in der Nacht von Montag auf Dienstag morgens um halb 5 bereits eine nahegelegene Baustelle an zu leben.
An Weiterschlafen war nicht zu denken und so bin ich aufgebrochen. Anne kann sowas nicht aus dem Schlaf erwecken und so ist sie einfach hinten liegen geblieben.

So waren wir passend zum Frühstück in KiBo 🙂

Interessierte Menschen

Montag, 24. September 2007

Auf diese treffen wir immer wieder. Viele können sich das einfach nicht vorstellen wie das geht, im Wohnmobil zu leben. Die gängigsten Fragen sind „wo steht Ihr dann nachts?“, „wo hast Du Deine Möbel?“ und „was machst Du im Winter?“. In der Regel schütteln die Leute aber nicht den Kopf, sondern sind hochinteressiert und lassen sich alles erklären und stellen eine Menge Fragen. Die ich auch sehr gerne beantworte.
Ausserdem merke ich bei solchen Gesprächen immer wieder welches Glück ich eigentlich habe, dass ich dieses Leben so realisieren konnte. Bei den meisten wäre es ungleich schwieriger, vor allem wenn Kinder dabei sind und ein ortsgebundener Job im Angestelltenverhältnis das Reisen auf Wochenenden und 30Tage Urlaub im Jahr beschränken. Am Ende solcher Gespräche steht meinst ein Statement im Raum wie „toll, würde ich auch gerne machen“ oder es kommt einfach nur Neid über das so mögliche Dauerurlaubsfeeling. Es bleibt aber bei Neid, Mißgunst haben wir bisher nicht erfahren. Viele bringen diese beiden Gefühle in direkte miteinander Verbindung.

Was übrigens immer in diesen Gesprächen fällt, sind die Fragen nach dem Spritverbrauch und was sowas kostet, so ein Auto. Auf einer Webseite von Wohnobil-reisenden habe ich maI gelesen, dass fast ausschliesslich Deutsche diese Fragen stellen und so denke ich oft drüber nach warum das so ist.
Eine naheliegende Erklärung erhält man beim Blick auf die allgegenwärtigen Werbesendungen der Medienlandschaft – ohne Haus, Auto, Boot und 5 Bausparverträge ist man nix, und wenn man sich nix leisten kann soll man halt auf Raten kaufen oder das gewünschte Luxusgut ganz einfach finanzieren.
So entsteht Neid, die angesprochene Mißgunst und der Drang, mit den anderen mithalten zu wollen. Deswegen muss man sich vergleichen und deshalb muss man wissen, was wieviel kostet. Was ich mir nur schlecht vorstellen kann ist, dass dies in anderen Ländern nicht so ist, jedes westliche Land hat auch eine florierende Werbe- und Medienlandschaft, warum soll dieses Verhalten also typisch Deutsch sein?
Wie auch immer, ich fühle mich ein wenig dazu berufen, den interessierten Menschen zu zeigen, dass weniger oft mehr sein kann. Die Verpflichtungen die man sich selbst auferlegt sind die Dinge die einen knebeln, und am Ende steht nicht selten die Frage, warum das eigentlich alles?

Heute abend gab es wieder so ein wie-lebt-es-sich-im-Wohnmobil-Gespräch mit interessierten Menschen, in diesem Fall mit Julia, einer Chor-Kollegin von Anne, Ihrem Mann Ben, und Jörg, einem Freund der beiden. Sie haben sich das Womo zeigen lassen und gefragt was wie funktioniert und wie es sich damit leben lässt. Wir wollten aber losfahren und noch ein paar km schaffen und so konnten wir uns nicht ganz so viel Zeit nehmen wie wir gewollt hätte, ich denke das läßt sich aber nachholen. Wir haben uns mit Julia zum gassigehen mit den Hunden verabredet, sie hat eine Labrador-Mix Hündin, Happy fand sie auch toll 🙂

Jörg hat übrigens wie geahnt auch nach dem Geld gefragt, aber angenehmerweise genauso wie ich das auch tun würde, nämlich mehr aus der Sicht, wieviel er ausgeben müsste um sowas selbst auf die Beine stellen zu können. Ich hab ihm dazu erklärt dass es ganz davon abhängt wie und mit welchem Komfort er leben will, Preise von 3.000-30.000 EUR sind hier drin, von einem alten Düdo bis zu einem neuwertigem Plastikbomber. Was er letztenendes wirklich macht muss er natürlich selbst entscheiden, ich hab meine Hilfe bei der Planung jedenfalls angeboten!

Neuer Auspuff, neue Bremsen

Sonntag, 23. September 2007

Basteltag, die zweite!

Heute war Anne dabei und so haben wir zügig angefangen. Sven hatte mir gesagt dass der Auspuff wohl etwas schwierig zu wechsel sei, dem kann ich aber garnicht zustimmen. Das einzige was blöd war: Ich musste wieder die Sitze ausbauen um gescheit von oben drankommen. Aber die 4 Schrauben pro Sitz sind schneller weg als man hinterher an Zeit verpelmpert weil man sich verbiegen muss. Ausserdem musste die Motorverkapselung weg, ich hatte mit dem Auspuff auch gleich neue Klammern für die Befestigung der Kapselung geholt. Der Auspuff war schnell gewechselt, dem neuen Schlagschrauber sei Dank! Nur die hintere Motorkapsel wollte einfach nicht, die neuen Klammern passten nicht richtig und die Bolzen waren zu kurz. Nachdem ich dort genausolange rumgebastelt habe wie ich für den gesamten Auspuff gebraucht habe, mussten die Bolzen kurzerhand zwei Edelstahlschrauben weichen, feddich! Beizeiten schau ich mir das nochmal genauer an, ich vermute dass ich die falschen Klammern geholt habe.

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Alt und neu. Das Loch hat gereicht um ganz schön Lärm zu machen

Dann kam der Passat dran, in einem Rutsch haben wir rundherum Bremsbeläge, Scheiben, die vorderen Bremsschläuche und die Stabilager gewechselt. Anne hat die Bremsen hinten komplett alleine gemacht, ich hab die Vorderachse bearbeitet. Ging super, hat in Summe aber doch so lange gedauert dass wir und ziemlich beeilen mussten um nicht abends zu spät zum Essen zu kommen. Prompt habe ich die Klammer vergessen, die vorne die Bremsbeläge fixiert. Ärgerlich, aber da komm ich leicht ran, muss halt nur nochmal das Rad runter. Ansonsten wars ein erfolgreicher Tag!

Achja, und die erste Probefahrt mit dem Womo und dem neuen Auspuff ergab, dass die Motorbremse nun ordnungsgemäß zieht! Hat sich also doch gelohnt, aber was für ein Akt!

Basteltag

Samstag, 22. September 2007

Eigentlich hatte ich in der Halle ne Menge vor heute, aber da ich für die meisten Dinge Annes Hilfe brauche, z.B. zum gegenhalten von Schrauben oder zum montieren der Bremsen am Passat, hab ich dies auf morgen verschoben. Ausserdem sind da doch ein paar heikle Sachen bei, und nach Abmachung mit dem Hallenchef darf ich aus versicherungstechnischen Gründen eigentlich nicht alleine in der Halle schrauben.
Anne ist heute wieder zum singen in der Sechsertruppe, und sie haben tatsächlich ein Angebot bekommen, die einstudierten Stücke auf einer Weihnachtsfeier zu singen, super!

Also, es blieb beim Ausräumen des Kofferraums und kontrollieren der Batterien, Hennes hat mir seinen Wartungsinterverall für Batterien mitgeteilt und nach dem sollte ich mal wieder nachschaun.

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Die Hölle am Morgen

Freitag, 21. September 2007

Gestern habe ich nach dem Kino noch überlegt wo wir uns wohl in der Nacht in Recklinghausen ruhig hinstellen können. Neben einem Parkplatz am Stadion Hohenhorst fiel mir noch eine Sackgasse am Fernmeldeamt ein, und da das näher war sind wir kurzerhand dahin gefahren. Die Sackgasse war nicht lang aber immerhin kein fliessender Verkehr, nur eine Oma am Fenster die alles genau beobachtete. Soll mir recht sein.
Morgens um 6 ging es dann los, hinter uns ist jemand so geräuschvoll in sein Auto eingestiegen und losgefahren, sowas gibts garnicht. Vor uns sind auch Autos weggefahren, ok damit hätte ich rechnen müssen, ging aber noch. um Kurz vor 7 kam dann noch reichlich Beufsverkehr aus der Siedlung an der Sackgasse vorbei, und da wir nicht besonders weit drin standen hab ich das mit meinem leichten Schlaf natürlich auch alles mitbekommen.
20 nach sieben, es gibt wohl eine Schule in der Nähe, jedenfalls kamen haufenweise schreiende Kinder am Wohnmobil vorbei. Vielleicht wars auch nur die Querstrasse, aber angehört hat es sich als wäre es direkt unter unserem Fenster.
Um kurz nach halb Acht kamen zwei, ich nenn sie mal Grünflächenbeauftragte, die offenbar von der Gesellschaft, der der Wohnkomplex nebenan gehörte, beauftragt wurden, Rasen zu mähen und die Hecken zu schneiden. Wohlbemerkt mit einem Motorrasenmäher und einer Motorheckenschere, die sich ungefähr wie eine Kettensäge anhört.

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