Beaugency – Lac du Der-Chantecoq
14. September 200923. Tag, 175.205 – 175.520 km
Der Tag in Beaugency begann alles andere als nett. Um 10 nach 4 kam die Müllabfuhr und hat die Container geleert, um 6 der Mann vom Pizzawagen, zwischendurch noch Reinigungskräfte für den Stellplatz und was weiss ich noch alles. Gegen 8 war dann klar dass das mit schlafen nichts mehr wurde, also habe ich das Womo erstmal auf den Platz gefahren. Eine halbe Stunde später war der “Logenplatz” am Flussufer frei geworden, und wir sind nochmal umgezogen.
Der Stellplatz, wir in der ersten Reihe
Unser Blick auf die Loire. Unter der Brücke staute sich das Wasser ein wenig, viele kleine Wasserfälle. Schiffe fahren hier keine.
Zum draussen sitzen war es aber auch gegen Mittag einfach zu kalt, ein scharfer Wind pfiff durch die Klamotten. Gegen halb 1 sind wir gefahren, wir wollten die Mittagsruhe ausnutzen um durch Orleans zu kommen.
Das war dann auch kein Problem, und die Strassen (RN in diesem Fall) waren wirklich gähnend leer, auch ausserhalb von Orleans.
Und kein Kreisverkehr so weit das Auge reicht. Teilweise 30km am Stück.
Um Troyes herum haben wir uns ein Stück bezahlte Autobahn gegönnt, alles andere wäre sinnfrei gewesen, wir hätten mitten durch die Stadt gemusst. In diesem Fall war das so, dass man in der Autobahnauffahrt ein Ticket an einem Automaten ziehen musste, und nach der Abfahrt von der Autobahn musste man dann bezahlen. Fast 100km sind wir gefahren, gekostet hat’s 7,90 EUR. Also, das war es uns echt wert, wir hatte mit deutlich mehr gerechnet.
Dafür sind die Autobahnen in einem exzellenten Zustand und wie hier zu sehen, auch meist gähnend leer.
Unser Nachtlager haben wir am Lac du Der-Chantecoq bezogen. Ein interessanter See, der komplett eingedeicht ist.
Nach einigem Suchen haben wir einen Zugang auf den Deich gefunden, siehe Goggle Maps Link am Ende. Deutlich zu sehen ist hier, dass der See eigentlich viel voller ist, nämlich im Juli. Die Seine fliesst hier durch, und irgendwie ist jedes Jahr zwischen Juli und Oktober eine erhebliche Reduktion des Wasserspiegels zu bemerken.
Dies ist, nach diesem Schild zu deuten, für die hiesige Flora und Fauna besonders wichtig.
In der Tat hört man vom Deich aus ein wildes gezwitscher, geschnatter und gekrächze von allem möglichen an Federvieh aus dem Bereich der vor uns liegenden Halbinsel, der als Naturschutzgebiet gekennzeichnet ist. In dieser Vielfalt habe ich das noch nicht gehört…
Ansonsten kann man noch sehen, dass uns die Sonne nicht mehr erhalten geblieben ist. Naja was soll’s, dafür sind nun die Fliegenleichen vorne am Auto weg







15. September 2009 um 18:14
da iss ja weniger Verkehr als in der iranischen Wüste – sowas!
16. September 2009 um 08:35
Ja, das französische Autobahnsystem mit den Mauthütten. Sehr gute Autobahnen mit ohne Verkehr, weil es ja kostenlos über die RNs auch geht. In Deutschland wäre der Verkehrskollaps vorprogrammiert, wenn sich der gesamte Verkehr auf Bundesstrassen – die es ja teilweise parallel zu den Autobahnen gar nicht mehr gibt oder zumindest stark zurückgebaut wurden – durch die Städte und Dörfer wälzt.
16. September 2009 um 08:47
In F sind aber zumindest die Landstrassen parallel der Autobahn konsequent für LKW über 7,5to gesperrt, das macht schonmal was aus. Das Land ist aber auch so weitläufig dass hier einfach selten irgendwo Stau ist.
16. September 2009 um 14:38
….troyes ist durchaus eine besuch wert, wenn’s denn in die tagesplanung passt…..
viel spass bei den winzern!!!
Norbert