Möbelbau 2

29. September 2008

So, nach ein paar Tagen Ruhe geht es weiter.

Ich möchte mal andeuten *räusper* dass ich es eigentlich völlig anders angehen würde. Das was wir hier machen, ist eine Aufbereitung von bestehendem. Wir hoffen, dass sich auf dem SAT ein ernsthafter Interessent für das Wohnmobil findet. So investieren wir zwar Arbeit, aber nicht mehr Geld als nötig. Das Auto hat mehr als genug Geld verbrannt, von daher wollen wir schauen, dass wir ein gutes Ergebnis mit bestehenden Mitteln erzielen können.

Aber weiter, hier also die Fortsetzung der Fotostory vom Möbelbau:
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Anne nimmt sich den Tisch vor, den wir im Zuge des Neubaues der Sitzgruppe wie alles Holz unbehandelt eingebaut haben. Leider hat sich durch das tägliche Benutzen doch einiges an Dreck abgelagert. Man kann deutlich sehen wo der Schwingschleifer schon war…

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Das Brett für die rechte Seite ist nun auch fertig. Die Löcher der alten LED-Strahler sind zu, hierzu habe ich mit der Lochsäge aus einem alten Brett gleichen Holzes Kreise ausgesägt, diese mit der Stichsäge angepasst und bündig in die Löcher eingeleimt. Die übergebliebenen Ritzen habe ich einen Tag später mit farbig passendem Holzkitt zugespachtelt und verschliffen. Man sieht es leider immer noch deutlich, aber so ist es schon viel besser als vorher.

Mit meiner nagelneuen Lamello-Fräse vom KAT-Stefan habe ich es geschafft, mit einer sehr stabilen Verbindung ein Brett anzubauen, ohne ein weiteres Brettchen als “Brücke” zu benutzen. Zu weit habe ich mich aber nicht aus dem Fenster gelehnt und erst die Leisten angebaut, bevor ich die Verbindung belastet habe. es klappt aber super!

Gut, ich hätte einfach ein neues Brett kaufen können, aber erstens wollte ich ja kein Geld ausgeben, zweitens wäre ein Brett dieser Länge auch im Zuschnitt nicht verfügbar, und vor allem wollte ich drittens etwas mehr Übung im Umgang mit dem Holz bekommen.

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Hier hängt das neue Brett schon an seinem Platz. Bevor ich es wieder montiert habe, habe ich natürlich die durch das Brett verdeckten Stellen mit Farbe nachbehandelt.

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Die IKEA Lichtleisten sind angeschlossen und die Feuerprobe ist bestanden. Das Licht ist ganz hervorragend! Ich frage mich, warum ich das nicht schon längst gemacht habe…
Vor allem Anne freut sich wie eine Schneekönigin, sie hatte sich lange über das blöde Licht der Strahler geärgert.

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Nach getaner Arbeit durfte auch mal eine Lesepause drin sein 🙂

Unter der Sitzgruppe hat Anne ein neues Brett montiert. Das alte Brett enthielt die Bassbox – die ich allerdings nie angeschlossen habe. Diese, die Endstufe und die schönen schweren hinteren Boxen (sichtbar auf dem vorherigen Foto) werden in den Bus Einzug halten.
Blöderweise ist in keinem Baumarkt in Aachen der Rips-Teppich verfügbar, so muss das Brett erst mal nackig bleiben. Unterwegs werden wir schon was finden.

So, das war es als fürs erste, hier die Ergebnisse:

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Linke Seite neu, das Brett geht nun bis vorne gerade durch.

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Rechte Seite neu, von vorne gesehen.
Für Insider: Die Klappen und die Mittelstege sind nun alle gleich lang 😉

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Rechte Seite von hinten nach vorne. es passt ganz genau bis zum vorderen Brett.
Hier kommen auch noch Klappen vor.

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Der Tisch sieht aus wie neu, Anne hat ihn nach dem Schleifen mit weiss pigmentiertem Öl behandelt. Das sieht super aus, viel besser als auf dem Foto. Und wir überlegen schon, ob wir das nicht im Bus komplett so machen sollen. Als verzugfreies Holz hat sich bisher Fichte Dreischicht als sehr tauglich gezeigt. Leider ist es auch recht weich, so dass ruck zuck Macken drin wären.

Mal schauen.

So, das wars mit der heutigen Bastelstunde, jetzt gehts erstmal wieder auf die Reise!

2 Antworten zu “Möbelbau 2”

  1. noch ein Markus sagt:

    sehr schick, aber so ein kompletter Holzausbau nicht recht schwer?
    hast du das Auto schon mal gewogen bzw wieviel Zuladung bleibt da übrig?

    schöne Grüße Markus

  2. Martin sagt:

    Moin Markus,
    es kommt sehr darauf an, welches Holz zu verwendest und wie Du baust. Man kann durch geschicktes bauen schon einiges an Material und Gewicht sparen. So oder so ist das Holz nicht unbedingt das schwerste an einem Ausbau, es ist vielmehr die Technik. Batterien, Kühlschrank, Boiler, Wassertanks (voll) läppern sich zu einem anständigen Gewicht zusammen.
    Ich fahre reisefertig ungefähr 7 Tonnen durch die Gegend, leer hat das Auto angeblich 5,5 Tonnen gewogen.